Paradise Cove Resort, Naukacuvu Island, Fiji
Luke meldete sich noch vor dem Frühstück für einen Tauchgang an. Nach meinem letzten Erlebnis im Meer zögerte ich noch. Als ich sah, dass schon sechs Personen auf der Liste standen, wollte ich nicht mit. Aku, der Leiter des Tauchshops, fragte mich daraufhin, wann die Mama denn tauchen gehe. Ich erklärte ihm, dass mir die Gruppe zu gross sei. Er meinte, ich hätte das im Pool so toll gemacht, und schlug vor, am Nachmittag exklusiv mit Luke und mir rauszufahren.
Damit war Aku der Held des Tages. Die Nervosität blieb: Mittags beruhigte ich meine Nerven mit Sushi und hoffte bei einem Tropenschauer insgeheim noch auf eine Absage. Doch es ging los. Am Ende wurde es ein schönes Erlebnis mit den beiden Männern.
Am Abend standen Kava und ein Krabben-Rennen auf dem Programm. Luke und ich setzten auf vier Krabben. Der Erlös dieser amüsanten Veranstaltung – das Tierwohl blenden wir an dieser Stelle mal aus – kommt einer lokalen Schule zugute. Eine unserer Krabben schaffte es sogar bis ins Finale, aber nicht aufs Podest.
Paradise Cove Resort, Naukacuvu Island, Fiji
Luke und ich machten heute eine Tauchpause. Am Nachmittag gingen Ralph und ich aber noch einmal mit dem Boot zum Schnorcheln raus. Es ist immer wieder spannend, wen man unterwegs so trifft. Mit an Bord war ein Paar in unserem Alter – er aus den USA, sie aus Japan –, die seit vier Jahren durchgehend reisen. Keine Ahnung, wie sie das finanzieren, aber es gibt wohl doch noch Grössere Reiseverrückte als uns.
Echte Meerjungfrauen kennen keinen Kälte - Emilia zog fleissig ihre Bahnen und genoss den (zugegeben ziemlich frischen) Pool in vollen Zügen.
Am Abend wartete das nächste kulinarische Highlight: japanisches Showkochen. Vor unseren Augen bereitete ein junger Koch aus Suva köstliche Shrimps, butterzartes Wagyu-Steak und lokalen Fisch zu. Nebenbei erfuhren wir, dass er jeweils zwei Monate am Stück arbeitet und danach nur fünf Tage frei hat. Und jeden Morgen schrubbt er die Grillplatte der Showküche geschlagene zwei Stunden lang sauber.
Paradise Cove Resort, Naukacuvu Island, Fiji
Für mich hiess es heute: zurück auf Anfang. Während Luke auf Tauchgang ging, absolvierte ich einen Refresher im Hotelpool. Nach kurzer Zeit fühlte ich mich wieder erstaunlich wohl im Wasser. Hoffen wir, dass dieses Gefühl auch beim nächsten Tauchgang bleibt.
Am Nachmittag gingen Ralph und ich schnorcheln, bevor Luke und ich am Abend noch beim sogenannten „Champagne Tubing“ mitmachten. Dabei fährt man mit dem Boot aufs Meer hinaus und lässt sich anschliessend in einem aufblasbaren Ring hinterherziehen – oder besser gesagt: gemütlich treiben, während die Sonne untergeht.
Mit dabei waren sechs Neuseeländer, die mit jedem Glas Champagner deutlich gesprächiger wurden. Luke und ich hielten uns lieber an Sprite. Irgendwann wurde es dann doch etwas frisch und das Herumtreiben verlor seinen Reiz. Entsprechend waren wir ganz froh, wieder an Bord zu dürfen.
Damit hatte ich für einen Tag definitiv genug Wasserkontakt. Das Fazit des Tages: Das Meer ist wärmer als der Pool.
Paradise Cove Resort, Naukacuvu Island, Fiji
Luke und ich haben uns heute zum Tauchen angemeldet. Gestern mussten wir zwar noch brav Formulare ausfüllen (Anzahl Tauchgänge, letzter Tauchgang etc.), interessiert hat das heute aber offenbar niemanden. Auch nach dem ärztlichen Attest fragte keiner.
Also rauf aufs Boot und los. Mein Puls schoss allerdings schon beim Einstieg in die Höhe: Per Rückwärtsrolle ging es direkt vom Boot ins Meer. Noch bevor der Tauchgang richtig begonnen hatte, hatte ich Wasser in der Brille und war leicht (nein eigentlich schon ziemlich) gestresst.
Und dann kam es, wie es kommen musste: Probleme mit dem Druckausgleich, nach 11 Metern das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen – und wieder hoch. An der Oberfläche fragte mich der Guide, wann ich zuletzt getaucht sei. „Vor elf Monaten“, antwortete ich. Darauf er: „Dann solltest du zuerst einen Refresher machen.“ Danke für den Hinweis. Hätte man mir vielleicht auch schon eine Stunde früher sagen können.
Während Luke weitertauchte, unterhielt ich mich mit dem Bootskapitän. Wir stellten fest, dass wir Jahrgänger sind. Er hat sechs Kinder, ist bereits Grossvater und fand, ich sollte unbedingt noch mehr Kinder bekommen – am besten mit einem neuen Mann aus seinem Dorf. Seine Rugby-Muskeln präsentierte er mir gleich auch noch und erklärte mich für ziemlich fit. Es war auf jeden Fall sehr unterhaltsam.
Nach dem Abendessen setzte ich mich noch alleine zu einer Kava-Zeremonie. Die Familie zog sich bereits ins Bungalow zurück. Der Zeremonienmeister wollte dann auch noch mit mir alleine an den Strand. Kontakte knüpfen wäre hier jedenfalls kein Problem. 😉
Paradise Cove Resort, Naukacuvu Island, Fiji
Während sich die Kinder für das süsse Nichtstun entschieden haben, machten Ralph und ich uns mit dem Boot auf den Weg zu einem Schnorchelausflug. Unter Wasser begegneten wir zahlreichen farbenfrohen Fischen. Das Riff hatte zwar einige wunderschöne Stellen, gleichzeitig waren aber auch viele Korallen abgebrochen oder abgestorben.
Am Abend liessen wir den Tag im japanischen Restaurant des Resorts ausklingen. Das Essen war einmal mehr ausgezeichnet und ein gelungener Abschluss eines entspannten Ferientages.
Die Kinder bestellten sich leckeres Sushi und sind richtige Feinschmecker.
Paradise Cove Resort, Naukacuvu Island, Fiji
Heute hiess es bereits wieder Abschied nehmen. Bevor wir zur nächsten Insel weiterreisten, wollten Ralph und ich aber noch ein Vorhaben der letzten Tage umsetzen: eine kleine Wanderung auf einen Hügel in der Nähe des Resorts.
Da unsere Turnschuhe bereits eingepackt waren, machten wir kurzerhand einen auf asiatische Touristen und zogen in Flip-Flops los. Schliesslich sind wir geübte Berggänger – so schwierig konnte der Weg ja nicht sein. Dachten wir zumindest.
Der Aufstieg war zwar machbar, doch der schmale Trampelpfad erwies sich als überraschend rutschig und der Abstieg hatte es in sich. Noch mehr zu schaffen machte uns allerdings die Hitze. Als wir gegen 10 Uhr losgingen, brannte die Sonne bereits erbarmungslos vom Himmel. Schatten gab es kaum, und wir waren froh, genügend Wasser dabeizuhaben.
Die Aussicht vom Gipfel entschädigte jedoch für alle Strapazen und belohnte uns mit einem herrlichen Blick über die Inselwelt.
Um 13 Uhr wurden wir von der Fähre abgeholt. Nach gut zwei Stunden Fahrt erreichten wir unser nächstes kleines Paradies.
Blue Lagoon Beach Resort, Nacula Island, Fiji
Nach dem gestrigen Abenteuer startete der Tag heute etwas ruhiger. Während der Rest der Familie noch im Bett lag und las oder weiterschlief, gönnte ich mir eine weitere Yoga-Session – der perfekte Start in den Morgen.
Nach dem Frühstück trennten sich unsere Weg. Während die Jungs die Unterwasserwelt beim Schnorcheln erkundeten, machten Emilia und ich uns mit den SUP-Boards auf den Weg.
Zum Mittagessen zog es uns ins japanische Restaurant. Dort wurden verschiedene kleine Gerichte serviert – von frischem Sushi über Teriyaki Chicken bis hin zu Mini-Burgern. Jedes einzelne war ein Genuss, und wir konnten uns kaum entscheiden, was uns am besten schmeckte.
Nach einer entspannten Siesta war der Tag aber noch lange nicht vorbei. Im Pool kam es schliesslich noch zu einem kleinen Kräftemessen.
Blue Lagoon Beach Resort, Nacula Island, Fiji
Heute Morgen klingelte der Wecker bereits um 6.15 Uhr – allerdings nicht für unseren geplanten Ausflug zu den Sawa-I-Lau-Höhlen, sondern weil Emilia das WM-Finale im Eishockey zwischen der Schweiz und Finnland schauen wollte. Beim Frühstück herrschte dann ziemlich gedrückte Stimmung. Die Enttäuschung war riesengross, nachdem die Schweiz in der Verlängerung mit 0:1 verloren hatte.
Zum Glück stand später noch ein Highlight auf dem Programm: Am späteren Vormittag machten wir uns auf den Weg zu den Sawa-I-Lau-Höhlen. Bei recht starkem Wellengang fuhren wir rund 25 Minuten mit dem Boot zu den beeindruckenden Kalksteinhöhlen.
Die erste Höhle ist etwa 20 Meter tief. Durch eine Öffnung in der Decke fällt natürliches Licht ins Innere und taucht die Felsformationen in eine fast mystische Atmosphäre. Es wirkt, als stünde man in einer von der Natur geschaffenen Kathedrale. Gleichzeitig bildet die Höhle einen natürlichen Pool mit kristallklarem, angenehm frischem Wasser, in dem wir schwimmen konnten.
Anschliessend tauchten wir durch einen Tunnel in die zweite Kammer. Diese ist vollständig von Fels umschlossen und wirkt dadurch fast geheimnisvoll. Als unser Tourguide plötzlich „Country Roads“ anstimmte und nach und nach alle Teilnehmenden mitsangen, sorgte die einzigartige Akustik der Höhle für einen echten Hühnerhautmoment.
Übrigens: Auch die Sawa-I-Lau-Höhlen dienten als Drehort für eine Szene aus dem Film The Blue Lagoon mit Brooke Shields.
Blue Lagoon Beach Resort, Nacula Island, Fiji
Heute haben wir uns ganz der berühmten Fiji-Time hingegeben. Der Tag verging entspannt zwischen gutem Essen, erfrischenden Getränken, einer Abkühlung im türkisblauen Wasser, spannender Lektüre und einigen Runden auf dem Stand-Up-Paddle-Board. Dazwischen liessen wir uns bei wohltuenden Massagebehandlungen verwöhnen und genossen einfach das Nichtstun. Schliesslich wollen wir uns ja nicht überanstrengen und uns dem entspannten Rhythmus der Inseln anpassen. Genau so fühlt sich Urlaub auf Fidschi an: entschleunigt, sorglos und einfach wunderbar.
Blue Lagoon Beach Resort, Nacula Island, Fiji
Der Tag begann für mich mit einer Yoga-Session, während der Rest der Familie noch friedlich im Bett lag. Schon vor dem eigentlichen Kurs erhielt ich ein unerwartetes Kompliment. Einige junge Frauen hielten mich tatsächlich für die Yoga-Lehrerin. Wenn das kein gelungener Start in den Tag ist.
Die Yoga-Stunde selbst war dann durchaus unterhaltsam. Zunächst sprach die Lehrerin ein Gebet auf Fijianisch, bevor wir mit den Übungen begannen. Statt anspruchsvoller Yoga-Posen standen vor allem Dehnübungen auf dem Programm. Die sympathische Kursleiterin nahm es dabei eher entspannt, was der lockeren Atmosphäre aber keinen Abbruch tat. Ich habe die Stunde sehr genossen – schliesslich kommt es nicht oft vor, dass man in einer so traumhaften Umgebung Yoga (o.ä.) machen kann, während die Morgensonne das Gesicht wärmt und man einfach Zeit für sich selbst hat.
Nach einem ausgiebigen Frühstück liehen wir uns ein Kanu und ein SUP aus und erkundeten die wunderschöne Lagune. Natürlich wurden auch das Trampolin und die Rutschbahn im Meer ausgiebig getestet – ein Riesenspass für Gross und Klein.
Am Nachmittag nahmen Ralph und ich an einer Schnorcheltour teil. Leider blies der Wind kräftig, und nach dem ersten Schnorchelgang war mir so kalt, dass ich beim zweiten und dritten Durchgang lieber auf dem Boot blieb. Man glaubt kaum, dass man in den Tropen frieren kann – aber offenbar ist auch das möglich.
Den perfekten Abschluss fand dieser herrliche Tag im japanischen Restaurant des Resorts. Dort wurden wir mit einem exquisiten Zehn-Gänge-Menü verwöhnt – ein kulinarisches Erlebnis, das dem paradiesischen Ambiente in nichts nachstand.
Blue Lagoon Beach Resort, Nacula Island, Fiji
Wenn wir es nicht besser gewusst hätten, hätten wir heute das Gefühl gehabt, in einer Folge von „Verstehen Sie Spass?“ gelandet zu sein.
Um 8.30 Uhr sollte uns ein Fahrer zum Flugplatz bringen, von wo aus wir mit dem Helikopter zu unserem nächsten Reiseziel fliegen würden – ein Ereignis, auf das wir uns schon lange gefreut haben. Pünktlich um 8.30 Uhr fuhr tatsächlich ein Fahrzeug vor, beschriftet mit „Sky Dive & Helicopter Flights“. Also luden wir unsere beiden Koffer ein (zwei weitere mussten wegen der strengen Gewichtsbeschränkungen im Hotel bleiben) und machten uns auf den Weg.
Als wir am Standort der Firma ankamen, scherzte ich noch: „Liebe Familie, ich habe euch reingelegt – heute gibt es keinen Helikopterflug, wir gehen stattdessen Fallschirmspringen.“ Wenig später wurden wir in den Warteraum geführt, wo uns eine freundliche Mitarbeiterin fragte: „Wer von euch macht heute den Fallschirmsprung?“ Wir hielten das zunächst für einen weiteren Scherz und lachten nur. Als ich erklärte, dass wir mit dem Helikopter zum Blue Lagoon Beach Resort fliegen würden, schaute sie mich mit grossen Augen an.
In diesem Moment wurde klar: Man hatte die falschen Gäste abgeholt – beziehungsweise wir waren in das falsche Fahrzeug eingestiegen. Mit Vollgas wurden wir zurück zu unserem Hotel gebracht, wo bereits der Fahrer von „Island Hoppers Fiji“ auf uns wartete – unser tatsächlich gebuchter Transfer. Der Tag begann also schon mit einer ordentlichen Portion Hektik.
Doch damit war das Chaos noch nicht vorbei. Während wir auf unseren Helikopter warteten, fuhr plötzlich eine Ambulanz vor und wollte mich mitnehmen. Nach kurzer Verwirrung stellte sich heraus, dass die Sanitäter eigentlich eine andere Frau suchten, die kurz zuvor mit einem Helikopter angekommen war.
Schliesslich konnten wir dann doch noch einsteigen und hoben endlich in Richtung Blue Lagoon Resort ab. Der spektakuläre Flug über die türkisfarbenen Lagunen und die Inselwelt der Yasawas entschädigte sofort für den turbulenten Start in den Tag.
Vielleicht erinnern sich einige von euch noch an den berühmten Film „The Blue Lagoon“ aus dem Jahr 1980 mit Brooke Shields und Christopher Atkins in den Hauptrollen. Gedreht wurde er hier in den Yasawa-Inseln. Die traumhaften Strände, das kristallklare Wasser und die unberührte Natur machten die Gegend damals zur perfekten Kulisse für den Film – und auch heute versteht man sofort, warum dieser Ort für Hollywood ausgewählt wurde.
The Palms, Port Denerau
Heute ist Tag sieben — nein, nicht vom Ausschlafen, Kofferpacken oder Wäsche-Chaos auf Reisen, sondern von Lukes Burger-Streak. Er hat es tatsächlich geschafft, seit einer ganzen Woche täglich mindestens einen Burger zu essen — mal zum Mittagessen, mal zum Abendessen und an besonders erfolgreichen Tagen sogar gleich doppelt. Mittlerweile könnten wir wahrscheinlich problemlos einen kleinen Reiseführer über die besten Burger unserer Reise schreiben.
Wir wollten auch noch einen Tipp aus dem Reiseführer nachgehen und haben einen Strand aufgesucht zum Bodyboarden. Zuerst haben wir den Strand ewigs nicht gefunden, mussten über Schotterwege und
Schlaglöcher fahren und am Schluss hatte es keinen Schatten und zu wenig Wellen zum Bodyboarden. So fuhren wir unverichteter Dinge Richtung Nadi - der zweitgrössten Stadt von Fiji.
Ralph und ich gingen nach dem Einchecken auf Shopping-Tour, Emilia und Luke in den Fitnessraum.
Noch so eine Geschichte am Rande: seit Emilia im Hotel in Suva vor ein paar Tagen eine grosse tropische Kakerlake entdeckt hat, sind die Abende für sie allerdings etwas weniger entspannt geworden. Sobald es dunkel wird, ist sie permanent auf Alarmmodus. Jeder Schatten könnte plötzlich Beine bekommen, jedes Rascheln sorgt für Nervosität, und der Heimweg zurück ins Hotel verläuft seither jeweils ziemlich angespannt.
Bedarra Beach Inn, Korotogo
Heute freuten wir uns besonders auf unseren Tagesausflug ins Landesinnere von Fiji. Mit dem Jetboat fuhren wir den Rewa River hinauf – den längsten Fluss Fijis – vorbei an tropischer Vegetation und kleinen Dörfern bis zu einem traditionellen Fiji-Dorf.
Dort nahmen wir an einer traditionellen Kava-Zeremonie teil. Kava wird aus der Wurzel eines Pfefferstrauchs hergestellt und spielt in Fiji eine wichtige Rolle als Zeichen von Gastfreundschaft und Gemeinschaft. Das Getränk schmeckt leicht erdig und sorgt für eine entspannende, beruhigende Wirkung – typisch ist auch ein leicht taubes Gefühl auf Lippen und Zunge.
Anschliessend genossen wir ein traditionelles fijianisches Mittagessen mit lokalen Spezialitäten wie Aubergine, Spinat in Kokosmilch gekocht, Hühnchen, Taro und Maniok (beides Wurzelgemüse), begleitet von Tanz und Gesang der Dorfbewohner.
Danach ging es mit dem Jetboat zurück flussabwärts – und nun wurde es richtig actionreich. Mit schnellen Drehungen und wilden Turns sorgte der Fahrer dafür, dass garantiert niemand trocken blieb.
Es war ein wunderschöner und eindrücklicher Ausflug – eine perfekte Mischung aus Abenteuer, Spass und gleichzeitig auch Demut, wenn man sieht, wie einfach und ursprünglich viele Einheimische hier leben.
Bedarra Beach Inn, Korotogo
Zum Frühstück gab es Schwarzwälder Kirschtorte und Beeren-Quarktörtchen – ein ziemlich leckerer Start in den Tag. Danach machten wir uns mit dem Mietwagen entlang der Küste auf den Weg zu unserem nächsten Übernachtungsort.
Auch auf Fiji herrscht Linksverkehr. Zusätzlich wartete jedoch noch eine weitere Herausforderung auf mich: Blinker und Scheibenwischer sind vertauscht (in Neuseeland war immerhin noch alles wie in Europa). So habe ich heute statt des Blinkers mehrmals pflichtbewusst die imaginären Regentropfen von der Scheibe gewischt. Die anderen Verkehrsteilnehmer wussten zwar nie genau, wohin ich wollte – aber meine Windschutzscheibe war jederzeit bestens gepflegt.
Nach etwa einer Stunde stellte ich dann auch fest, dass ich nicht nur die Seitenspiegel benutzen kann, sondern endlich wieder etwas im Rückspiegel sehe. Beim Camper blickte ich dort nämlich lediglich auf den Innenraum.
Nach rund drei Stunden Fahrzeit – wir fuhren gefühlt ewig hinter einer Fahrschülerin her, und die doppelte Sicherheitslinie machte jede Überholfantasie sofort zunichte – kamen wir schließlich im Hotel an und genossen den Strand, den Pool und ein vorzügliches Abendessen.
Emilia hat drei Plüschtiere von zu Hause mitgenommen. Zwei davon – Kiwi und Schaf – haben sie und Luke auf unserer letzten Neuseeland-Reise als Souvenir bekommen. Auf dieser Reise ist nun noch ein weiteres neuseeländisches Tier dazugekommen: ein Kea. Damit wächst die neuseeländische Plüschtierwelt um ein weiteres lustiges Mitglied.
Grand Pacific Hotel, Suva
Am Morgen besuchten wir den Markt von Suva und schlenderten anschliessend noch durch einige Läden in der Innenstadt. Laut Wetterprognose waren den ganzen Tag immer wieder Gewitterschauer angesagt, deshalb nahmen wir vorsichtshalber Regenschirme aus dem Hotel mit. Damit waren wir allerdings endgültig als Touristen erkennbar. Wobei man uns vermutlich auch ohne die grossen Hotel-Regenschirme sofort angesehen hätte, dass wir nicht von hier sind. Mit den auffälligen Schirmen bei strahlendem Sonnenschein wurden wir jedoch schon von weitem erkannt und überall freundlich angesprochen.
Bei dem sonnigen Wetter wurde es schnell angenehm warm und richtig tropisch. Den Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool – und tatsächlich zog später noch eine heftige Regenfront vorbei.
Grand Pacific Hotel, Suva
Unser Hotel, das Grand Pacific Hotel, wird nicht umsonst die „Grand Old Lady of the Pacific“ genannt. Das historische Haus aus der Kolonialzeit strahlt mit seinen weißen Fassaden, den hohen Decken und den großen Veranden noch immer den Charme vergangener Zeiten aus. Von der Terrasse blickt man direkt aufs Meer und kann sich gut vorstellen, wie hier früher Reisende und Würdenträger aus aller Welt abgestiegen sind.
Im Fiji Museum erfuhren wir mehr über die Geschichte von Fiji und auch darüber, weshalb heute ein großer Teil der Bevölkerung indische Wurzeln hat. Während der britischen Kolonialzeit wurden viele Menschen aus Indien als Vertragsarbeiter ins Land gebracht, um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten.
Heute haben wir ausserdem gemerkt, dass auf Fiji vieles nach „Bula-Time“ läuft. Schon morgens warteten wir lange auf Frühstück und Kaffee – der kam erst, nachdem wir bereits aufgegessen hatten. Mittags ließ mein Früchteteller auf sich warten und abends wurde Emilia beim Warten auf ihre Pizza zunehmend ungeduldig. Hier ticken die Uhren einfach langsamer und niemand scheint sich daran zu stören. Nur wir Schweizer:innen :-)
Fiji empfängt uns mit echtem Tropenwetter. Heftige Regengüsse wechseln sich mit Sonne, hoher Luftfeuchtigkeit und trockenen Momenten ab.
Grand Pacific Hotel, Suva
Nach einem gemütlichen Frühstück hiess es zuerst, alle Abwassertanks des Campers zu leeren, die restlichen Sachen zusammenzupacken und anschliessend Richtung Auckland zur Campervermietung aufzubrechen. Alles verlief erfreulich stressfrei, sodass wir schon bald am Flughafen sassen und auf unseren Weiterflug nach Fidschi warteten.
Nach gut drei Stunden Flug erreichten wir Nadi, von wo aus es nochmals rund 30 Minuten weiter nach Suva ging. In Nadi mussten wir allerdings sehr lange für die Einreise anstehen, und unser grosszügig geplanter Drei-Stunden-Puffer fürs Umsteigen schmolz schneller dahin als gedacht. Dafür durfte Luke erneut das Cockpit besichtigen und Fotos machen – die Piloten sind jeweils unglaublich offen und freundlich.
In Suva wartete bereits unser Chauffeur indischer Herkunft auf uns, der uns möglichst schnell – und teilweise ziemlich halsbrecherisch – ins Hotel bringen wollte. Google Maps veranschlagte für die Fahrt etwa 40 Minuten, er schaffte es in knapp 30. Da es inzwischen bereits dunkel war, bekamen wir von Fiji noch nicht allzu viel zu sehen. Umso gespannter sind wir nun auf morgen.
Und übrigens: Hier wird man überall mit „Bula“ begrüsst – was so viel bedeutet wie „Hallo“, „Willkommen“ oder einfach Lebensfreude.
Takapuna Beach Holiday Park
Auch letzte Nacht wurden wir wieder von Kiwi-Rufen in den Schlaf begleitet. Nach dem Frühstück – unserem letzten im Camper – ging es mit der kurzen Autofähre zurück nach Paihia und dann weiter Richtung Auckland.
Unseren Kaffeestopp legten wir heute in Waipu ein, einem schottisch geprägten Ort mit viel Charme. Gegründet wurde Waipu einst von schottischen Auswanderern, und bis heute spürt man den Einfluss der Highlands im Ortsbild und in der Atmosphäre. Besonders gemütlich fanden wir die kleinen Cafés und die entspannte Stimmung im Ort – ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg nach Auckland.
Danach ging es bereits weiter zu unserem letzten Campingplatz auf unserer Neuseelandreise. Morgen geben wir unser mobiles Zuhause schon wieder ab und reisen weiter nach Fiji.
Nachdem wir die Koffer gepackt hatten, gingen wir wieder einmal auswärts essen. Wir blieben den britischen Inseln treu: Nach dem schottischen Mittagsstopp ging es zum Abendessen in ein Irish Pub. Pies und Burger – nicht besonders hochstehend, aber definitiv sättigend.
Russell, Top Ten Holiday Park, Bay of Islands
Heute habe ich meiner Familie auch einmal gesagt, wie stolz ich auf uns bin. Natürlich fliegen zwischendurch auch mal die Fetzen – vermutlich völlig normal, wenn man auf engstem Raum im Camper zusammenlebt und gleichzeitig irgendwo zwischen Wechseljahren, Pubertät und anderen Gemütszuständen unterwegs ist. Aber genau deshalb finde ich es umso schöner, wie gut wir das gemeinsam meistern. Es macht unglaublich viel Spass, zusammen zu reisen, jeden Tag Neues zu erleben und diese Erinnerungen als Familie miteinander zu teilen.
Und nun wie versprochen noch ein paar Informationen zu unserem gestrigen und heutigen Übernachtungsort. Während wir gemütlich an der Uferpromenade von Russell entlanggeschlendert sind, fiel es schwer, sich vorzustellen, dass genau hier früher betrunkene Walfänger und Gesetzlose unterwegs waren. Dieser Ort war einmal als „Hell Hole of the Pacific“ bekannt.
Im frühen 19. Jahrhundert war Russell – damals noch Kororāreka („blauer Pinguin“) genannt – einer der wildesten Hafenorte im Südpazifik. Walfänger, Händler, Seeleute und Abenteurer aus aller Welt kamen hier an Land. Alkohol, Glücksspiel und Prostitution gehörten zum Alltag, und die britischen Behörden hatten kaum Kontrolle über das Geschehen.
Gleichzeitig spielte Russell eine zentrale Rolle in der Entstehung Neuseelands. 1840 wurde Russell kurzzeitig die erste Hauptstadt Neuseelands, bevor der Regierungssitz später nach Auckland und schliesslich nach Wellington verlegt wurde.
Mit einer kurzen Fährfahrt haben wir auch noch Paihia besucht - ein entspannter Ferienort.
Gegen Abend waren wir noch kurz am Long Beach, gleich neben unserem Campingplatz, liessen Drachen steigen, übten Handstand und hielten Ausschau nach blauen Pinguinen. Letzteres leider erfolglos.
Russell, Top Ten Holiday Park, Bay of Islands
Unseren mittlerweile schon fast obligatorischen täglichen Kaffeestopp zur Mittagszeit dehnten wir heute spontan zu einem Fish-&-Chips-Stopp aus, nachdem wir zuvor so viel darüber gelesen hatten. Der kleine Mangonui Fish Shop direkt am Wasser gilt in ganz Neuseeland fast schon als Institution. Seit über 70 Jahren wird hier frischer Fisch verkauft, der oft nur wenige Meter entfernt von lokalen Fischern angelandet wird.
Als ich dann Fish & Chips bei einer älteren, wettergegerbten Frau bestellen wollte, kam ich mir fast ein wenig vor wie im Starbucks. Ich bestellte ganz naiv einfach „Fish & Chips“. Darauf fragte mich die Dame trocken: „Which fish?“ Erst da wurde mir klar, dass man hier natürlich aus verschiedenen Fischsorten auswählen kann. Etwas überfordert antwortete ich dann: „The best one.“ Ihre Reaktion: „They are all good.“ Okay, damit kam ich nun auch nicht wirklich weiter. Sie zeigte schliesslich auf eine Tafel mit fünf verschiedenen Fischarten, und in meiner Not entschied ich mich einfach für den teuersten – der kann ja unmöglich der schlechteste sein. Umgerechnet kostete das Ganze trotzdem nur etwa sieben Franken. Und tatsächlich: Der Fisch schmeckte hervorragend. Wobei natürlich auch der Blick aufs Wasser und der Kampf gegen die Möwen ihren Teil zum Erlebnis beitrugen.
Nach unserem Fish-&-Chips-Stopp führte uns die Reise bei sonnigem Wetter weiter entlang der berühmten Bay of Islands – jener wunderschönen Küstenregion, die als Geburtsort Neuseelands gilt.
Wir besuchten die Waitangi Treaty Grounds in der Nähe von Paihia. An diesem geschichtsträchtigen Ort wurde 1840 der Vertrag von Waitangi (Te Tiriti o Waitangi) unterzeichnet – das Gründungsdokument Neuseelands. Zunächst unterschrieben rund 40 Māori-Häuptlinge gemeinsam mit Vertretern der britischen Krone den Vertrag, später kamen im ganzen Land weitere Unterschriften dazu. Bis heute prägt der Vertrag die Beziehung zwischen Māori und dem neuseeländischen Staat, auch weil unterschiedliche Übersetzungen immer wieder zu Konflikten führten. Für viele Māori ist Waitangi deshalb bis heute ein Ort von grosser kultureller und spiritueller Bedeutung.
Nicht nur der Kaffeestopp ist bei uns mittlerweile legendär, sondern auch der „Nudeln-aus-der-Büchse-Stopp“ am Nachmittag. Die Kids lieben diese chinesischen Nudelgerichte und kochen sich jeweils im Camper kurz Wasser, bevor sie ihr Essen gemütlich während der Weiterfahrt geniessen.
Um zu unserem heutigen Campingplatz in Russell zu gelangen, mussten wir noch eine etwa dreiminütige Fährfahrt unternehmen. Beim Anstehen fuhr ich dabei auch noch ein oranges Hütchen um. Ich glaube allerdings, es hat den Zwischenfall überstanden.
Unser Campingplatz liegt wieder ganz idyllisch mitten im Grünen mit Aussicht auf die Bay. Als es dunkel wurde, konnten wir sogar Kiwis hören – ein ganz besonderer Moment mitten in der Natur Neuseelands.
Über Russell selbst gäbe es übrigens auch noch einiges zu erzählen – aber dazu dann morgen mehr.
Pukenui Holiday Park
Lange haben wir hin und her überlegt, ob wir die Reise zum nördlichsten Punkt Neuseelands – dem Cape Reinga – wirklich auf uns nehmen wollen. Doch das herrliche Wetter, die begeisterte Empfehlung unseres Reiseführers und unsere Lust auf ein kleines Abenteuer gaben schliesslich den Ausschlag. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Norden und nahmen die kurvenreiche Strecke in Angriff.
Bevor unser Abenteuer jedoch richtig beginnen konnte, mussten wir zuerst noch ein unerwartetes Camperproblem lösen. Das hintere Bett, das sich mit einem elektrischen Motor hoch- und runterfahren lässt, wollte plötzlich nicht mehr richtig nach oben. Auch nach dem Kontakt mit dem Campervermieter fanden wir keine Lösung. So reisen wir nun eben mit einem leicht angeschlagenen Camper weiter – was irgendwie ja auch ein bisschen zum Abenteuer dazugehört.
Cape Reinga gilt für die Māori als einer der spirituell bedeutendsten Orte Neuseelands. Nach ihrem Glauben verlassen hier die Seelen der Verstorbenen die Welt der Lebenden und treten ihre letzte Reise in die spirituelle Heimat Hawaiki an. Besonders wichtig ist dabei der alte Pohutukawa-Baum an den Klippen, über dessen Wurzeln die Seelen hinabsteigen sollen. Gleichzeitig beeindruckt Cape Reinga auch landschaftlich, denn hier treffen die Tasmansee und der Pazifische Ozean sichtbar aufeinander. Es war ein magisches Erlebnis.
Ganz in der Nähe von Cape Reinga befinden sich die riesigen Sanddünen von Te Paki – ein perfekter Ort für ein kleines Abenteuer. Natürlich konnten wir es uns nicht entgehen lassen, dort das berühmte Sandboarden auszuprobieren.
Der anstrengendste Teil kam allerdings zuerst. Mit dem Bodyboard unter dem Arm kämpften wir uns Schritt für Schritt die steile Düne hinauf. Der weiche Sand machte das Hochkraxeln überraschend schweisstreibend und gefühlt rutschten wir bei jedem zweiten Schritt wieder ein Stück zurück.
Oben angekommen wurden wir jedoch sofort belohnt. Die Fahrt auf dem Bodyboard den riesigen Sandhang hinunter war nicht nur unglaublich schnell, sondern auch ein riesiger Spass. Der Wind im Gesicht, der Sand überall und das laute Lachen unterwegs machten die Mühe des Aufstiegs sofort vergessen.
Erschöpft, voller Sand und mit einem breiten Grinsen im Gesicht standen wir wenig später wieder unten – bereit für die nächste Fahrt.
Ngapae Holiday Park, Waipapakauri
Der österreichische Künstler und Architekt Friedensreich Hundertwasser lebte ab den 1970er-Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 2000 in der Gegend rund um Kawakawa in Neuseeland.
Um der kleinen, verschlafenen Ortschaft etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, entwarf er gemeinsam mit lokalen Freiwilligen die berühmten Hundertwasser-Toiletten. Es war Hundertwassers letztes vollendetes Bauwerk vor seinem Tod.
Vor unserem Besuch der berühmten Toiletten wollten wir heute eigentlich auch noch das Hundertwasser Art Centre in Whangārei besichtigen. Für unseren Camper fanden wir dort jedoch keinen passenden Parkplatz und entschieden uns deshalb, direkt weiter Richtung Norden zu fahren.
Neben den berühmten Toiletten fährt die historische Bay of Islands Vintage Railway mitten durch die Hauptstrasse des Ortes. Die Strecke gehört zur ältesten Eisenbahnlinie der Nordinsel und wurde ursprünglich bereits 1867 eröffnet.
Wer uns kennt, weiss, dass wir eigentlich kaum eine Gelegenheit auslassen, auf Reisen Eisenbahn zu fahren. Ganz untypisch für uns haben wir dieses Mal jedoch auf die Zugfahrt verzichtet. Wir hatten uns im Vorfeld zu wenig darüber informiert und spontan keine Lust auf eine zweistündige Fahrt. Stattdessen genossen wir einen Kaffee im historischen Bahnhofsgebäude und beobachteten das bunte Treiben rund um die alten Gleise.
Am Abend erreichten wir schliesslich unseren Campingplatz am legendären 90 Miles Beach. Besonders faszinierend: Auf diesem Strand darf tatsächlich mit Fahrzeugen gefahren werden, da er in Neuseeland offiziell als öffentliche Strasse beziehungsweise „Highway“ gilt. Historisch ist das so gewachsen und bis heute legal geregelt.
Trotzdem verbieten die meisten Mietwagen- und Camperfirmen das Befahren des Strandes. Immer wieder werden Fahrzeuge von der Flut überrascht oder bleiben im weichen Sand stecken. Deshalb geniessen wir den gewaltigen Strand lieber zu Fuss – und bestaunen die endlose Weite vom sicheren Ufer aus.
Camp Waipu Cove
Ich bin heute Morgen kurz nach sieben Uhr leise aus dem Camper geschlichen. Unser Stellplatz lag direkt am Meer und ich konnte einen wunderschönen Sonnenaufgang geniessen. Anschliessend besuchte ich bereits den Sunday Market in Takapuna und setzte mich danach mit einem Kaffee auf eine Bank am Strand, um das langsame Erwachen des Sonntagmorgens zu beobachten.
Als ich fand, dass meine Familie nun langsam auch aufstehen dürfte, machte ich mich gegen neun Uhr – bewaffnet mit frischem Kaffee, Pain au Chocolat und Croissants – zurück auf den Weg zum Camper. Und tatsächlich: Luke schlief immer noch tief und fest.
Mit herrlicher Aussicht genossen wir gemeinsam das Frühstück im Camper, bevor wir später noch einmal zu viert den Sunday Market besuchten. Danach ging unsere Reise weiter Richtung Norden.
Natürlich durfte unterwegs auch unser obligatorischer Kaffeestopp nicht fehlen. Ich liebe die Kaffeekultur in Neuseeland – überall gibt es hervorragenden Kaffee und immer auch verschiedene Alternativen zu Kuhmilch. Man merkt, dass Kaffee hier einfach dazugehört.
Am Nachmittag liessen wir noch Drachen steigen und genossen das sonnige Wetter. Unser heutiger Campingplatz liegt erneut direkt am Strand. Luke und Emilia konnten es sich trotz 17 Grad Wassertemperatur nicht verkneifen, ins Meer zu springen.
Takapuna Holiday Park
Wir haben unsere Reiseplanung bewusst so gestaltet, dass wir zwei Spiele der Blues besuchen konnten. Heute fand nun das zweite Spiel unserer Route im berühmten Eden Park in Auckland statt. Auch diesmal war es wieder ein grossartiges Erlebnis mit einer beeindruckenden Atmosphäre und viel Spektakel.
Die Blues spielten gegen die Hurricanes, die aktuell die Pacific League anführen. Emilia ist grosser Fan von Beauden Barrett, der bei den Blues spielt. Besonders spannend war deshalb, dass bei den Hurricanes dessen Bruder Jordie Barrett mitspielte. Beide gehören zudem zu den bekannten Nationalspielern der All Blacks.
Im Gegensatz zum Spiel vor zwei Wochen mussten sich die Blues heute jedoch geschlagen geben – sehr zum Leidwesen von Emilia. Das Spiel endete mit 24:47 zugunsten der Hurricanes.
Hamilton City Holiday Park
Wenn wir schon per Zufall bei der Tour der Surf-Weltmeisterschaft landen, so lassen wir es uns nicht entgehen, dieses Ereignis auch hautnah mitzuerleben. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen tauchten wir direkt in die lebendige Festivalstimmung ein, die das entspannte Surferstädtchen Raglan derzeit erfüllt. Rund um die berühmte Manu Bay, eine der bekanntesten linken Wellen der Welt, versammelten sich Surffans aus aller Welt, um die besten Surferinnen und Surfer live zu erleben.
Die Atmosphäre war toll – überall Musik, lachende Menschen, Foodstände und eine riesige Begeisterung für den Surfsport. Wir schauten den weltbesten Athleten dabei zu, wie sie die perfekten Wellen der Manu Bay meisterte. Neuseeland ist zum ersten Mal Gastgeber eines gemeinsamen Championship-Tour-Events der Männer und Frauen.
Natürlich liessen wir uns auch kulinarisch verwöhnen und probierten uns durch die verschiedenen Food-Stände. Am Ende kauften wir uns alle noch ein T-Shirt als Erinnerung an diesen besonderen Tag. Eigentlich wollten wir gerne noch eine Nacht länger bleiben, doch leider war der Campingplatz bereits komplett ausgebucht. So machten wir uns am Nachmittag wieder auf den Weg und fuhren die kurvenreiche Strasse wieder zurück, mit vielen tollen Eindrücken und einem unvergesslichen Erlebnis im Gepäck.
Raglan Holiday Park
Bei wunderschönem Herbstwetter machten wir heute einen Abstecher in den Untergrund - wir gingen auf Entdeckungstour der Ruakuri-Höhle. Wir konnten Glühwürmchen aus nächster Nähe beobachten. In Neuseeland sind die Glühwürmchen keine Käfer, sondern Larven einer kleinen Pilzmücke. Sie sammeln sich an dunklen, feuchten Orten wie Höhlen und Wäldern, wo sie klebrige Schleimfäden spinnen, um kleine Insekten zu fangen, die vom Licht aus ihrem Hinterleib angezogen werden.
Unterwegs besuchten wir in Otorohanga ein Kiwi-Haus, wo wir Ros und ihre nachtaktiven Freunde in einer verdunkelten Umgebung beobachten konnten.
Danch ging es weiter nach Raglan - einem Surferort an der Westküste der Nordinsel, wo wir heute übernachten. Ab Morgen steht Raglan im Mittelpunkt der Surfszene, wenn die weltbesten Sufernninnen uns Surfer sich hier zu einem internationalen Surfwettbewerb treffen.
Zum Abendessen gingen wir mal nicht in die Campingküche sondern liessen uns von einem Restaurant verwöhnen. Von Meeresfrüchtesuppe, zum Burger über Pizza fanden alle das passende und zum süssen Abschluss gab es noch Hockey-Pockey Eis und Crème Brulee.
Waitomo TopTen Holiday Park
Wir haben auf 1'000 Metern über Meer übernachtet. Und das haben wir bei den Temperaturen deutlich gemerkt. Am Morgen waren wir deshalb ziemlich froh um unsere Camperheizung.
Eine fast unwirkliche Landschaft zeigte sich uns beim Whakapapa-Skigebiet. Das Wintersportgebiet liegt auf 1'580 bis 2'300 Metern Höhe direkt unterhalb des Mt. Ruapehu – einem der aktivsten Vulkane der Nordinsel.
Schnee hatte es noch keinen. Stattdessen sahen wir eine raue Lavawüste, unzählige Schneekanonen und Skiliftanlagen, die gerade revidiert wurden. Ansonsten wirkte alles ziemlich ausgestorben.
Bis zur Eröffnung der Wintersaison am 4. Juli braucht es hier noch einiges an künstlichem oder natürlichem Schnee.
Whakapapa Holiday Park, Tongario National Park
Wer „Herr der Ringe“ gesehen hat, weiss vermutlich sofort, wohin uns der heutige Tag führte. Eine kurze Wanderung brachte uns zu den Tawai Falls, die in der Filmtrilogie als „Gollum’s Pool“ beziehungsweise der Verbotene Weiher zu sehen sind. Genau hier fängt Gollum nachts seinen Fisch, während Faramirs Waldläufer ihn aus dem Versteck mit Pfeilen beobachten, bis Frodo ihn schliesslich zur Aufgabe bewegt.
Auch der Tongariro Nationalpark kam Filmfans heute sehr bekannt vor: Die raue Vulkanlandschaft diente als Kulisse für Mordor, das düstere Reich des bösen Zauberers Sauron. Kein Wunder entschied sich Peter Jackson für diesen Ort – die karge, felsige Landschaft mit den imposanten Vulkanen Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu vermittelt tatsächlich eine fast unwirkliche Stimmung. Besonders beeindruckend war es, den Mount Ngauruhoe, in der Trilogie als Schicksalsberg (Mount Doom) bekannt, in der wunderschönen Abendstimmung zu beobachten.
Taupo DeBretts SPA RESORT
Es gab heute unterschiedliche Argumente, nochmals auf dem gleichen Campingplatz zu übernachten - für Emilia die sauberen Toiletten und für Luke die Hot Pools und den Wasserpark. Also verlängerten wir kurzerhand unseren Aufenthalt – und alle kamen auf ihre Kosten :-) Obwohl es ausserhalb des Wassers ziemlich kühl war und es jedes Mal etwas Überwindung brauchte, die warmen Pools wieder zu verlassen, genossen wir die Zeit in den heissen Quellen umso mehr. Danach spielten wir noch eine Runde Bowling, bevor wir den Abend gemütlich mit selbstgemachten Hamburgern ausklingen liessen.
Taupo DeBretts SPA RESORT
Und es war nicht irgendein McDonald’s, sondern laut eigenen Angaben der coolste der Welt. Unsere Burger konnten wir nämlich in einer ausrangierten DC-3 geniessen – wobei man „Genuss“ und McDonald’s natürlich auch unterschiedlich definieren kann. ;-)
Am Vormittag besuchten wir zuerst aber noch eine weitere Attraktion der Gegend - die Wai-O-Tapu Thermalquellen mit dem Lady Knox Geysir. Luke kriegte sich fast nicht mehr ein, als er erfuhr, dass dieser Geysir, für den wir extra früher aufgestanden sind, gar nicht natürlich immer pünktlich um 10.15 Uhr vormittags ausbricht. Tatsächlich ist der Lady Knox Geysir eine künstlich angelegte Attraktion, deren Ursprung auf ein Strafgefangenenlager Anfang des 20. Jahrhunderts zurückgeht. Damals bemerkten die Häftlinge, dass die heiße Quelle immer dann überschäumte, wenn sie ihre Kleidung mit Seife darin wuschen – ausgelöst durch eine Reaktion zwischen den Mineralien im Wasser und der Seifenlauge. Der Lagerleiter formte daraus schließlich einen „Geysir“, indem er die Quelle mit Bimsstein einfasste und nur eine schmale Öffnung freiließ, sodass das Wasser nach Zugabe von Seife wie eine Fontäne in die Höhe schoss – ein Spektakel, das bis heute täglich Touristen begeistert.
Bevor wir nach Taupo weiterfuhren, machten wir noch einen kurzen Stopp bei den Huka Falls, den berühmten Wasserfällen des Waikato River nahe Taupō auf der Nordinsel Neuseelands, wo sich bis zu 220.000 Liter Wasser pro Sekunde durch eine nur 15 Meter breite Felsschlucht zwängen.
Tasman Holiday Park, Rotorua
In der Nacht herrschte echtes Weltuntergangsfeeling. Es regnete in Strömen – zumindest klang es so im Camper. Die ganze Nacht prasselte der Regen mit voller Wucht auf unser Dach.
Am Morgen erwartete uns dann wieder Sonnenschein. Wir besuchten das Wai-O-Tapu Wonderland, ein geothermales Gebiet bei Rotorua. Neben blubbernden Schlammlöchern sahen wir Geysire, dampfende Erdspalten und in einem Kiwihaus der vom Aussterben bedrohten Kiwis.
Den Nachmittag verbrachten wir im Polynesian Spa – einem Thermalbad mit natürlichen Quellen und Badebecken zwischen 36 und 40 Grad. Eine wunderbar entspannte Art, den Tag zu geniessen.
Vor dem Abendessen stand noch der Redwood Nightwalk auf dem Programm. Über Hängebrücken und Plattformen wandelten wir durch beeindruckende Lichtinstallationen eines neuseeländischen Künstlers mitten im nächtlichen Redwood-Wald.
Tasman Holiday Park, Rotorua
Neuseeländer kennen kein schlechtes Wetter – und wir auch nicht. Den Morgen verbrachten wir beim Rodeln, teilweise im strömenden Regen. Doch wenn man erst einmal nass ist, spielt das irgendwann keine Rolle mehr.
Am späten Nachmittag wartete dann ein weiteres kulturelles Highlight auf uns: der Besuch bei einem Maori-Stamm in Rotorua. Wir erlebten beeindruckende Maori-Kultur mit Tanz, Gesang und traditionellen Geschichten und genossen anschliessend ein Hangi – ein traditionelles Festmahl der Maori.
Serviert wurden Hirsch, Huhn, Lamm und Ente mit Gemüse und Kartoffeln, alles schonend in einem Erdofen gegart. Ein unvergesslicher Abend voller Kultur.
Rotorua Family Holiday Park
Vor zehn Jahren besuchten wir das Filmset von Hobbiton, obwohl wir damals weder Der Herr der Ringe noch Der Hobbit gesehen hatten. Dieses Mal waren wir deutlich besser vorbereitet – und dadurch war es gleich ein ganz anderes Erlebnis, das Filmset noch einmal zu erkunden. Natürlich mussten wir auch einige Fotos nachstellen, die wir bereits 2016 gemacht hatten.
Auch vor zehn Jahren waren wir schon im Agrodome. Und in den letzten zehn Jahren hat sich dort erstaunlich wenig verändert. Die Sprüche während der Schafschur-Vorführung waren noch dieselben, und die Kinder durften erneut die Lämmer füttern. Ralph und ich hatten das Agrodome sogar schon bei unserem ersten Neuseeland-Besuch im Jahr 1999 besucht – und schon damals war vieles ganz ähnlich. Am Ende waren wir uns beide einig: Ein viertes Mal müssen wir nicht mehr hin.
Das Abendessen bereiten wir jeweils in der Campingküche zu – heute gab es Rindsfilet-Stroganoff mit Reis.
Opal Hot Springs & Holiday Park
Heute tauchten wir im Gold Discovery Center in die Geschichte des Goldabbaus der Region ein. Die Mine ist noch immer aktiv, doch in den letzten rund 170 Jahren hat sich die Goldgewinnung stark verändert. Unglaubliche Zahl: in einer Tonne Stein stecken nur etwa vier Gramm Gold.
Wer schon einmal in New Zealand war, kennt wahrscheinlich L&P. Lemon & Paeroa ist ein kohlensäurehaltiges Zitronenerfrischungsgetränk und gilt seit 1907 als echtes Nationalsymbol. Ursprünglich wurde es aus Zitronensaft und Mineralwasser aus der kleinen Stadt Paeroa hergestellt. Zwar wird das Getränk seit 1980 nicht mehr dort produziert, eine Dekmal steht aber noch immer im Ort.
Und zum Abschluss des Tages wurde noch fleissig geübt. Luke hat heute Abend den Camper eingeparkt und das gut gemeistert.
Hot Water Beach Top Ten Holiday Park
Luke hat sich schon zu einem richtigen Kiwi entwickelt – ganz nach neuseeländischer Art mit Flip-Flops, kurzer Hose und Sweater bei jedem Wetter. Heute hat es immer wieder geregnet, aber das scheint hier niemanden wirklich zu stören.
Also haben wir einen gemütlichen Tag eingelegt mit Kaffee, Glacé essen, etwas Shopping und gemeinsamem Kochen. Die Männer hatten währenddessen allerdings eine etwas schwierigere Aufgabe: irgendwo stabiles WLAN aufzutreiben.
Hot Water Beach Top Ten Holiday Park
Die Cathedral Cove wurde berühmt - nicht zuletzt als Windows-Hintergrund. Und diesen berühmten Felsbrocken haben wir heute live bestaunt. Der Rundweg war mit 60 Minuten angegeben, Luke wollte einen neuen Rekord aufstellen und wir schafften es in 50 Minuten.
Anschliessend ging es, bewaffnet mit einer Schaufel, zum Hot Water Beach. Zwei Stunden vor und nach Ebbe kann man auf einem bestimmten Strandabschnitt ein Loch graben und aus einer heissen Quelle sprudelt dann heisses Wasser. Emilia liess es sich nicht nehmen, sich zuerst im Meer (17 Grad) abzukühlen und sich dann in der heissen Quelle aufzuwärmen. Die Quelle war teilweise so heiss, dass wir uns fast die Füsse verbrannten.
Miranda, Tasman Holiday Park
Heute war es endlich so weit. Wir konnten unser neues Zuhause für die nächsten drei Wochen abholen.
Die Camper-Übernahme hat sich allerdings etwas gezogen. Wir mussten nämlich noch im Expressverfahren einen internationalen Führerschein organisieren. Ich hatte das zwar im Vorfeld irgendwo gelesen – aber ganz ehrlich. Nachdem wir ihn auf unseren Reisen die letzten zehn Jahre nie gebraucht hatten, habe ich den Hinweis nicht wirklich ernst genommen. Tja… ein paar neuseeländische Dollar später und nach rund 30 Minuten hielten wir dann doch unser frisch übersetztes Dokument in der Hand. Danach ging’s endlich los. Linksverkehr und ein 7,4 Meter langer Camper verlangen am Anfang definitiv volle Konzentration.Gut eine Stunde später erreichten wir unseren ersten Campingplatz. Und der hatte direkt ein Highlight zu bieten: einen Thermalpool. Genau das Richtige nach diesem Start in unser Camper-Abenteuer.
Auckland, Air BnB - 8, Airdale Street
19:45 – das ist nicht die aktuelle Uhrzeit, sondern das Endergebnis des heutigen Rugby-Matches zwischen Moana Pasifika und den Blues. Es war ein tolles Erlebnis, live dabei zu sein – mit viel Stimmung, Emotionen, Haka, Hotdogs und Bier.
Am Vormittag haben wir einen heiligen Ort besucht. Den Mount Eden, ein weiteres Wahrzeichen von Auckland. Dabei handelt es sich um einen längst erloschenen Vulkan. Der Berg beheimatete einst eine der größten befestigten Māori-Siedlungen und ist ein bedeutender Ahnenberg.
Auckland, Air BnB - 8, Airdale Street
Das MOTAT ist Neuseelands größtes Technikmuseum und bietet an zwei Standorten interaktive Ausstellungen, historische Flugzeuge in der Aviation Hall und eine betriebsfähige Straßenbahn. Es gibt dort spannende Einblicke in die neuseeländische Verkehrs- und Kommunikationsgeschichte.
Nach so viel neuem Wissen haben wir nach dem Museumsbesuch die Kreditkarte zum Glühen gebracht und uns mit All Blacks und Black Ferns Kleidung eingedeckt. Beim Abendessen sind wir dann alle fast über unseren Pizzastücken eingeschlafen und merkten, dass der Jetlag immer noch nicht ganz überwunden ist.
Auckland, Air BnB - 8, Airdale Street
Da wir bereits sehr früh wach waren, konnten wir direkt von unserem Bett aus beobachten, wie Auckland am Morgen langsam zum Leben erwacht.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, das von French Toast bis hin zu Chicken Nuggets und Pommes reichte, besuchten wir das Auckland Museum. Den Auftakt bildete eine Māori-Kulturperformance, die uns einen Einblick in die Traditionen der Ureinwohner vermittelte. Anschließend besuchten wir die Ausstellungen über Neuseelands Rolle in den beiden Weltkriegen sowie über die lokale Flora und Fauna, wobei wir auch die Simulation eines Vulkanausbruchs miterlebten.
Am Nachmittag folgte der Besuch der All Blacks Experience. Dort erhielten wir einen tieferen Einblick in die Geschichte und die Bedeutung des Rugbys für Neuseeland, lernten die Hintergründe des berühmten Haka kennen und konnten in einer interaktiven Zone unsere eigenen Fähigkeiten im Passen und Kicken testen.
Auckland, Air BnB - 8, Airdale Street
Wir sind im Frühling bei schönen und warmen Wetter losgezogen und Auckland empfängt uns nun mit herbstlichem schönem und warmen Wetter. Wir haben am anderen Ende der Welt vergleichbar mit unseren Jahreszeiten nun Ende September.
Wir sind um 9 Uhr morgens gelandet und haben uns danach in unserem Appartement mitten in der Stadt mit toller Aussicht auf den Sky Tower eingerichtet. Nach einer kurzen Pause spazierten wir an den Hafen zum Lunch und besuchten dann das Weta Studio Experience. Die Weta Studios haben unter anderem Filme wie Herr der Ringe, Avatar oder King Kong geholfen umzusetzen.
Der Jetlag macht uns aber allen ziemlich zu schaffen und um 16 Uhr sind wir fast alle im Stehen eingeschlafen. Wir liessen das Abendessen aus und haben alle bereits um 18 Uhr geschlafen.
Nun geht es also tatsächlich los.
Wir haben gestern einen wunderschönen Tag mit der Familie verbracht im Rahmen der Konfirmation von Luke und konnten uns auch gleich von allen verabschieden.
Gepackt haben wir bereits am Samstag und doch gab es heute noch viele andere Dinge zu erledigen. Um 17 Uhr gingen wir dann auf den Bus. Luke musste eine extra Schleife einlegen und noch mal nach Hause aufgrund eines Kommunikationsproblems wegen dem Ladekabel für seine neue Taucheruhr. Wir hatten aber zum Glück genug Zeit einberechnet und so reichte es dann doch noch auf den geplanten Zug Richtung Zürich Flughafen.
Am Flughafen hat Luke noch fast zwei Inder mit seinem Koffer erschlagen, welcher (also der Koffer - nicht Luke) sich aus (nicht ganz) unerklärlichen Gründen selbstständig gemacht hat und die Rolltreppe runtergepurzelt ist. Das erste Mal in unserem Leben haben wir die Security-Kontrolle überhaupt an einem Flughafen völlig stressfrei erlebt. Keine Ahnung, wie lange Zürich schon umgestellt hat. Auf jeden Fall mussten wir überhaupt nichts aus unseren Handgepäck auspacken und mussten auch keine Schuhe oder ähnliches ausziehen. Ganz easy ging der Prozess über die Bühne. Dann wartete der erste zwölfstündige Flug von Zürich nach Singapur auf uns. Die Economy Klasse war halb leer und wir konnten uns alle richtig ausbreiten und auch tiptop über ganze Sitzreihen hinweg schlafen. Luke durfte nach der Landung auch noch kurz im Cockpit vorbeischauen.
Der zweite Flug nach Auckland ging dann weitere 10 Stunden. Dieser war sehr gut belegt. Aber auch der war recht kurzweilig und ruhig.
Am Montag geht es los Richtung Neuseeland. Wir fliegen ab Zürich via Singapur weiter nach Auckland.
Wir haben uns für Neuseeland hardcore mässig vorbereitet und über Ostern die Triologie von Herr der Ringe reingezogen und der erste Teil von Hobbit. Nun fehlen uns noch zwei weitere Teile von Hobbit, bevor wir dann über Mittelerde Bescheid wissen. Wir haben ja noch das Wochenende Zeit.
Die Flüge sind bestätigt und so hoffen wir nun, dass alles klappt. In den Nachrichten erzählen sie laufend von knapper werdenden Treibstoffvorräten aufgrund des Angriffskrieges der USA Richtung Iran. Wir hoffen nun das Beste.
Zuerst freuen wir uns aber nun noch auf die Konfirmation vom Sonntag und die Zusammenkunft der Familie.
